Nathalie de Borah

Die Künstlerin in der Covid-19 Lebensphase

I. Titel des Werkes

Nathalie de Borah: „Dimensionen der Sinne… in the Mix“

II. Ziel, Durchführung und Ergebnis
Die Grenzen zwischen der Musik und den darstellenden Künsten auszuloten und zu überschreiten: Das verlangt nach einem interdisziplinären Denkansatz, um die verschiedenen einzelnen
Sinneswahrnehmungen des Menschen zu einem synästhetischen Gesamteindruck verschmelzen zu lassen.

Von früheren Reisen durch den Himalaya inspiriert entstand mein neues Kulturprojekt mit dem Titel „Dimensionen der Sinne… in the Mix“. Unter dem Künstlernamen Nathalie de Borah bin ich seit mehr als 20 Jahren national und international als DJane und Musikkomponistin bekannt. Dabei war die Ölmalerei in meinem Leben stets ein Wegbegleiter.

Ich fertigte also zunächst eine Reihe von Ölbildern an, die verschiedene Bergformationen und Landschaften abbilden und dazu einen coolen Geländewagen, mit dem der Betrachter diese Welten erkundet und durchquert. Passend zur Stimmung dieses lebensfeindlichen und kargen Hochplateaus komponierte ich ein atmosphärisches Musikstück, welches einerseits subtil mit tibetischem Mönchsgesang spielt und andererseits von pulsierenden und dynamischen Beats getragen wird, unter anderem von einer Bassdrum, die ich aus meinen eigenen Audioaufnahmen aus dem Kloster Hemis (Indien, Ladakh) modellierte, als dort ein Mönch die Gebetstrommel schlug.

Um einen abschließenden synästhetischen Gesamteindruck zu hinterlassen, kreierte ich aus eigenen Video- und Fotoaufnahmen, aus der Ablichtung meiner gemalten Ölbilder und aus meiner musikalischen Komposition eine sechseinhalbminütige Filmcollage (Musikvideo), die das Erlebnis des Betrachters vervollständigt.



Um das beschriebene Kunstprojekt erstmals einem breiten Publikum vorzustellen, durfte ich den ‘Froschkönig’, Kultkneipe und Szenetreff in Essen-Kupferdreh, kurzerhand zu einem interaktiven Ort einer kleinen Vernissage umgestalten, wo ich die Bilder ausstellen und das Musikvideo vorführen und damit meine eigene Interpretation von Synästhesie darbieten konnte. Im angrenzenden Außenbereich der Bar forderte ich dazu alle interessierten Besucher zur kreativen Mitwirkung auf und eröffnete ihnen damit die Möglichkeit einer sofortigen aktiven Interaktion, ganz nach Belieben entweder in malerischer oder in musikalischer Form.

Um dieses gemeinsame Kunstwerk und Event entstehen zu lassen, stellte ich Acrylfarben, Pinsel und Leinwände zu Verfügung. Dazu hatte ich Wochen zuvor eine Musik komponiert, welche unterschiedliche atmosphärische Klangformationen bot und somit eine Vielzahl an individuellen Interpretationen zuließ. In der Kombination dieser Sinneseindrücke konnte nun jeder Gast die Konvergenz von Bild und Ton individuell erleben und diese seine eigene Realität in einem Acrylbild darstellen. Zusätzlich zu meinem technischen Equipment brachten einige Besucher sogar ihre eigenen Musikinstrumente wie etwa Saxophone oder Gitarren mit, so dass in dieser „Jamsession“ ein kleines, einmaliges Konzert entstand. Die gesamte Aktionskunst endete mit meinem anschließenden DJ-Set und mündete in eine ekstatische Aftershow-Party.

Um das so entstandene Kunstprojekt dauerhaft zur Wirkung kommen zu lassen, wird die musikalische Komposition, die das Herzstück meines Projekts darstellt, am 29.10.2021 auf Clone Records unter dem Titel „Nathalie de Borah - Hemis“ veröffentlicht und weltweit digital vertrieben. Das Release besteht aus meinem Originalmix und einem zusätzlichen Rework des geschätzten Künstlers „P.T.B.S.“, welcher die einzelnen Sounds auf seine individuelle Weise gemischt und somit eine zusätzliche neue Erlebniswelt erschaffen hat.


III. Beteiligte Personen
Ich bedanke mich bei meinem geschätzten Freund, dem Musiker Krischan Wesenberg, für die Mitarbeit an der Komposition von „Hemis“ und die damit verbundene Nutzung seines Tonstudios (Studio 666), sowie bei Sakin Bozkurt, dem Labelboss von Clone Records, für die digitale Veröffentlichung und den damit verbundenen globalen Vertrieb meiner Musik. Darüber hinaus danke ich Thomas Brocks für das Webdesign und Michael Schultz für die Projektdarstellung. Mein besonderer Dank gilt „Fränky“, dem Betreiber des „Froschkönig“ in Kupferdreh, für seine aufwändige technische Unterstützung und die Spezial-Dekoration des Veranstaltungsorts. Und selbstverständlich danke ich ganz herzlich den vielen Besuchern meiner Vernissage und allen Mitwirkenden meiner Aktionskunst.


IV. Perspektiven
Die Vorarbeiten begannen sofort mit Erhalt des Stipendiums. Die Entstehung der Ölbilder und das Komponieren der dazu gehörigen Musik begünstigten sich wechselseitig, und ich arbeitete daran lange und perfektionistisch intensiv. Da die Corona-Auflagen nun endlich auch wieder Liveauftritte zulassen, endet dieses Projekt nicht mit der Vernissage und der Aktionskunst im „Froschkönig“, sondern wird in den nächsten Wochen und Monaten mit einer Tour durch verschiedene deutsche Locations fortgesetzt, denn einige Veranstalter der Club- und Festivalszene wurden auf mein Kunst- und Kulturprojekt aufmerksam und würden es gerne ebenfalls ihrem Publikum vorstellen. Da das von mir entwickelte synästhetische Konzept derart viel Zuspruch und Anklang findet, werde ich hochmotiviert diese erfolgversprechende Richtung weiter verfolgen, entfalten und vorantreiben.

„Gefördert durch ein Künstlerstipendium im Rahmen der NRW-Corona-Hilfen“




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